Fahrzeugtechnologien alternativ entwickeln

Die Entwicklung neuer Fahrzeugtechnologien in Österreich sowie innerhalb und außerhalb Europas steht im Zeichen technologischer Innovationen. Die Fahrzeugindustrie ist eine hochglobalisierte Branche, in der die österreichischen Unternehmen in scharfem internationalen Wettbewerb stehen. Europa ist darauf bedacht, die derzeit noch führende Rolle seiner Fahrzeugindustrie am Weltmarkt abzusichern. 

Hintergrund für den massiven Handlungsdruck zur Entwicklung neuer Fahrzeugtechnologien sind die verbindlichen umweltpolitischen Vorgaben zur Senkung von Schadstoff-, Lärm- und Treibhausgasemissionen sowie zur Erhöhung der Energieeffizienz und des Anteils nachhaltiger Energieträger im Verkehr. Weiters zwingen langfristige technologische Trends wie zunehmende Elektrifizierung des Antriebsstrangs sowie Automatisierung der Fahrzeuge zur radikalen Neuausrichtung der Fahrzeugindustrie.

Die österreichischen Automotiv-Zulieferer sind stark von der rechtzeitigen sowie qualitativ und quantitativ exzellenten Befriedigung der Bedürfnisse der Automobilproduzenten und ihrer Kunden abhängig.

Im Themenfeld „Fahrzeugtechnologien alternativ entwickeln“ sind folgende Ziele zentral:

  • Förderung der Diversifizierung der Antriebssysteme inklusive deren Energieversorgung und Integration in ein optimiertes Gesamtfahrzeug sowie dessen Automatisierung und Vernetzung mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur zur Einbettung in das Gesamtverkehrssystem. Damit soll einerseits eine Minderung der Emissionen von Schadstoffen, Treibhausgasen und des Energieverbrauchs erreicht werden. Andererseits sollen soziale und ökonomische Vorteile für den Standort Österreich generiert werden.
  • Schaffung von genügend hochqualifizierten Humanressourcen. Das benötigte Ausbildungsprofil der Beschäftigten in der Fahrzeugindustrie wandelt sich durch die Einführung alternativer Antriebssysteme deutlich. Die in diesem Themenfeld geförderten kooperativen F&E-Projekte komplementärer Partner stellen deshalb ein wertvolles Element der inner- und außerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung dar, um die führende Position Österreichs auch in Zukunft halten zu können.

In Kooperation zwischen Industrie, Forschung und Technologiepolitik wurde eine Reihe von Strategiedokumenten erstellt, die dazu beitragen sollen, die führende Rolle der europäischen Fahrzeugindustrie durch technologische Innovationen am Weltmarkt abzusichern. 

Die A3PS-Roadmap zur „Eco-Mobility 2025plus“ beschreibt Strategien der österreichischen Industrie und Forschung zur Entwicklung und Markteinführung alternativer Antriebe und Treibstoffe und zeigt auf, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Vielzahl neuer Antriebssysteme entwickelt werden muss, um dem jeweiligen Einsatzzweck der Fahrzeugklasse optimal zu entsprechen.

Zusätzlich beschreibt die Roadmap die Potentiale für die Integration des Antriebs in ein optimiertes, gewichtsreduziertes und sicheres  Gesamtfahrzeug und dessen Einbettung in das Verkehrssystem durch Vernetzung und Automatisierung.

Diese Roadmap leistet gemeinsam mit anderen Strategiedokumenten wie der  “Austrian Research, Development & Innovation Roadmap for Automated Vehicles” von ECSEL Austria, dem Aktionsplan “Automatisiert - Vernetzt - Mobil” und der "FTI-Automotivstrategie" des bmvit sowie den Roadmaps der EU-Technologieplattform ERTRAC für europäische Straßenverkehrsforschung einen wertvollen Input für die Planung der F&E-Förderinstrumente des bmvit.

Forschungsfelder

  • Entwicklung alternativer Antriebe und Energieträger für alle Fahrzeugklassen des Oberflächenverkehrs (inklusive elektrifizierter Antriebe)
  • Flüssige und gasförmige alternative Treibstoffe
  • Fahrzeugelektronik, Vernetzung, Automatisierung
  • Leichtbau, Fahrzeugintegration

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