Verkehrsinfrastruktur gemeinsam entwickeln

Österreich hat eine hoch entwickelte, moderne und effiziente Verkehrsinfrastruktur. In den letzten Jahren haben sich jedoch die ökonomischen Rahmenbedingungen verschärft. Der zunehmende Technologieeinsatz, die steigenden Erhaltungskosten, hoher Energieaufwand und höhere Anforderungen an Sicherheit und Umweltschutz erfordern stetige Investitionen in Forschung und Entwicklung. 

Das Themenfeld „Verkehrsinfrastruktur gemeinsam entwickeln“ beschäftigt sich mit der öffentlichen Infrastruktur, die dem Verkehrssystem zugerechnet wird. Dies beinhaltet Straßen und Schienen inklusive der damit verbundenen Kunstbauten wie Tunnel, Brücken etc. sowie sämtliche zum Betrieb erforderliche Einrichtungen. Ziel ist ein gut ausgebautes und sinnvoll verknüpftes Straßen- und Schienennetz als Basis für eine sichere, komfortable und verlässliche Mobilität. 

Ein zentraler Handlungsbedarf im Bereich Verkehrsinfrastruktur umfasst technologische Innovationen und Maßnahmen zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung. Die Minimierung der „Total Costs of Ownership“ (TCO) ist hier eine Kernanforderung, weitere Schwerpunkte liegen bei Energie-, Betriebs- und Sanierungskosten. Die Senkung der Anzahl von Unfallopfern wird nach wie vor als wichtiges verkehrspolitisches Ziel verfolgt. 

Verkehrsinfrastruktur steht immer im Spannungsfeld Verkehrsweg – Lebensraum der Menschen – Ökosystem. Rahmenanforderungen an Luftqualität, Wassernutzung und Abwasser, Lärm, Biodiversität, Schadstoffe etc. sind Auslöser für Forschung. Diese vielfältigen Fachgebiete erfordern einen stark interdisziplinären Ansatz bei der Bearbeitung von Forschungsthemen. 

Die enorme Entwicklungsgeschwindigkeit in allen Bereichen der Forschung und Technologieentwicklung eröffnet permanent neue Optionen für zum Teil „alte“ Probleme. Mit den Instrumenten der angewandten Forschung sollen diese neuen Optionen in ihrem Anwendungsgebiet neu kombiniert, an die Anforderungen der Verkehrsinfrastruktur angepasst und anschließend validiert werden. Die Bandbreite reicht von Materialien und einzelnen Betriebsstoffen bis hin zu ganzen Produkten und Systemen.

Die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikations-Technologien lassen auch die Erwartungen der VerkehrsteilnehmerInnen an Informationen über die Verkehrsinfrastruktur wachsen. Bedürfnisse und Ansprüche sind insbesondere hinsichtlich Qualität (Relevanz, Richtigkeit etc.) und Aktualität – Stichwort Echtzeitsysteme – stark gestiegen.

Forschungsfelder

  • Umwelt, Energie und Rohstoffe: Energieeffizienz, Klima und Wetter, Lärm und Vibration, Umwelt
  • Konstruktion und Betrieb: Fahrweg, Brücken, Tunnel, Bautechnik, Anlagenverwaltung und Betrieb
  • Sicherheit: Verkehrssicherheit, Anschlussstellen und Kreuzungen
  • Mobilität und intelligente Transportsysteme (ITS): Sensoren und Messtechnik, Verkehrsmanagement und Information, Kooperation und Vernetzung 

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