SICHERE LEITUNG - Verkehrssicherheitspotentiale seitlicher Fahrzeugrückhaltesysteme im Autobahnen- und Schnellstraßennetz der ASFiNAG

Abkommensunfälle mit Personenschaden sind im ASFiNAG-Netz die zweithäufigste Unfallart. Fahrzeugrückhaltesysteme (FRS) spielen dabei vor allem die Unfallschwere betreffend eine wichtige Rolle. Deshalb wurde eine Wirksamkeitsanalyse von FRS in Österreich durchgeführt, sodass der/die StraßenerhalterIn seinen Ressourceneinsatz hinsichtlich Infrastrukturkosten optimieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten kann.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Abkommensunfälle – Unfälle, bei denen ein Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt – sind im ASFiNAG-Netz die zweithäufigste Unfallart und Ursache für rund 50 % aller tödlichen Unfälle. Fahrzeugrückhaltesysteme (FRS) können maßgeblich zur Reduktion der Unfallschwere beitragen.

Da die Investitions- und Erhaltungskosten von FRS in hohem Maße von der Rückhalteklasse, der Anprallheftigkeitsstufe sowie dem Wirkungsbereich abhängen, ist unter der Berücksichtigung der Verkehrssicherheit das Kosten-Nutzen-Verhältnis solcher Systeme von entscheidendem Interesse.

Inhalte und Zielsetzung

Im Zuge des Projekts wurden Fahrzeugrückhalte­systemen in folgender Hinsicht analysiert:

  • Aufzeigen der Anzahl der Abkommensunfälle mit Personenschaden (UPS)
  • Tiefenanalyse von Kollisionen mit Leiteinrichtungen (Technische Unfallrekonstruktion)
  • Verortung der Abkommensunfälle mit Personenschaden
  • Aufzeigen des Kosten-Nutzen-Verhältnisses der FRS mit unterschiedlichen Rückhalteklassen

Methodische Vorgehensweise

Unfälle mit Personenschaden wurden den verschiedenen Fahrzeugrückhalte­systemen zugeordnet und anschließend mittels verschiedener Unfallparameter analysiert. Weiters wurden in einer Tiefenanalyse Unfälle mit Durchbrüchen von Fahrzeugrückhaltesystemen untersucht und in einer Rekonstruktion der Unfälle zusätzliche Parameter der Anprallsituationen betrachtet.

Nach Abschluss der Analyse der Abkommensunfälle mit Personenschaden mit FRS-Durchbrüchen nach Aufenthaltsstufe und dem Aufzeigen des Kosten-Nutzen-Verhältnisses erfolgt die Erstellung des zusammenfassenden Endberichts, der Entscheidungsträger beim Einsatz effizienter und wirksamer FRS nach Rückhalteklassen unterstützen soll.

Ergebnisse und Ausblick

Die Nutzen-Kosten-Betrachtungen ergaben unterschiedliche Ergebnisse, es konnte daher nicht abgeleitet werden, wie sich die mittleren Unfallfolgekosten der einzelnen Rückhalteklassen untereinander verhalten. Wesentliche Faktoren konnten aufgrund mangelnder Daten in den Auswertungen nicht berücksichtigt werden.

Um gesicherte Aussagen hinsichtlich Unterschiede bei den Unfallfolgekosten tätigen zu können, wären Daten wie z.B. Abkommensgeschwindigkeit und Abkommenswinkel bei Einzelereignissen und vor allem auch eine gesicherte Angabe des Rückhaltesystems sowie der Aufhaltestufe nötig.

Letztendlich ist auch zu berücksichtigen, dass eine fach- bzw. normgerechte Aufstellung der Systeme einen erheblichen Anteil an der Funktion der Rückhaltesysteme aufweist.

Publikationen

SICHERE LEITUNG - Verkehrssicherheitspotentiale seitlicher Fahrzeugrückhaltesysteme im Autobahnen- und Schnellstraßennetz der ASFiNAG

Abkommensunfälle mit Personenschaden sind im ASFiNAG-Netz die zweithäufigste Unfallart. Fahrzeugrückhaltesysteme (FRS) spielen dabei vor allem die Unfallschwere betreffend eine wichtige Rolle. Deshalb wurde eine Wirksamkeitsanalyse von FRS in Österreich durchgeführt, sodass der/die StraßenerhalterIn seinen Ressourceneinsatz hinsichtlich Infrastrukturkosten optimieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten kann. DI Manuel Pröll, DI Bernd Strnad, DI Dr.techn. Ernst Tomasch, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 102 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleitung

DI. Manuel Pröll - KFV - Kuratorium für Verkehrssicherheit

ProjektpartnerInnen

Dr. Ernst Tomasch - Technische Universität Graz - Institut für Fahrzeugsicherheit (Member of Frank Stronach Institute)

Kontaktadresse

KFV - Kuratorium für Verkehrssicherheit
DI. Manuel Pröll
Tel.: +43 (0) 5-77077-1235
E-Mail: manuel.proell@kfv.at

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