Querkraftverstärkung - Methoden zur nachträglichen Querkraftverstärkung bestehender Brückentragwerke

Im Laufe der letzten Jahrzehnte kam es zu einem kontinuierlichen Anstieg der Verkehrsbelastung auf Infrastrukturbauwerken. Parallel dazu wurden die Normen und Regelwerke laufend weiterentwickelt. Damit änderten sich sowohl die Anforderungen an die Planung von Brückentragwerken als auch die Rechenvorschriften, Nachweisformate und hinterlegten Ingenieurmodelle.

Kurzbeschreibung

Nachrechnungen bestehender Brückentragwerke haben gezeigt, dass es speziell im Bereich des Querkraftwiederstandes unter Zugrundelegung der aktuellen Nachweiskonzepte zu Defiziten kommen kann. Diese Defizite müssen durch verfeinerte Nachweisverfahren weiter untersucht und gemäß ONR24008 korrigiert bzw. beseitigt werden. Ergeben auch genauere Nachrechnungen weiterhin signifikante Defizite, sind entweder ein Neubau oder eine nachträgliche Verstärkung der betroffenen Bereiche der Tragstruktur anzudenken.
Im Zuge dieses Projektes werden die bekannten Querkraftverstärkungsmethoden mit Hilfe von Literatur-, Markt- und Patentrecherchen erhoben und evaluiert. Bislang liegen vielfach nur unzureichende Erfahrungen zum Beitrag bestehender Techniken auf das Gebrauchs- und Ermüdungstragverhalten vor. Außerdem kommt es im Zuge derartiger Baumaßnahmen meist zu Behinderungen im Verkehrsfluss, vielfach geht mit einer Verstärkung der Querkrafttragfähigkeit ein Eingreifen in die Oberseite der Tragstruktur einher.
Auf Basis der erlangten Ergebnisse sollen daher Optimierungsvorschläge konzipiert und 1-2 Prototypen mit verbesserter Methodik entwickelt werden. Diese werden im Versuchslabor der FH Kärnten an Bauteilen appliziert und in Bezug auf Tragsicherheit, Ermüdungssicherheit und Gebrauchstauglichkeit geprüft. Die durch die Versuche erlangten Ergebnisse sollen im Zuge einer probabilistischen Betrachtung zusätzlich auch wahrscheinlichkeitstheoretisch abgesichert und hinsichtlich der Übertragung auf das reale Tragwerk bewertet werden. Ziel ist es eine Verstärkungsmaßnahme zu entwickeln, welche ein möglichst geringes Eingreifen in die vorhandene Bausubstanz erfordert, um die bestehenden Tragwerke nicht zu schädigen und die angedachte Nutzung während der Sanierung nicht einzuschränken. Im Anschluss sollen die gewonnenen Erkenntnisse genutzt werden, um erste Kriterien und Empfehlungen für künftige Richtlinien abzuleiten.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Fachhochschule Kärnten - gemeinnützige Privatstiftung
Prof. Dr. Norbert Randl

Projektpartner

zimmermann consult ZT gmbh
Dr. Thomas Moser

Hilti Aktiengesellschaft
Dr. Jakob Kunz

SikaÖsterreich GmbH
Dr. Günter Grass

Kontaktadresse

Fachhochschule Kärnten - gemeinnützige Privatstiftung
Prof. Dr. Norbert Randl

Tel.: +43-(0)5-90500-1112
Fax: +43-(0)5-90500-81112
E-Mail: n.randl@fh-kaernten.at

Dieses Projekt wurde finanziert von bmvit, ÖBB und ASFiNAG im Rahmen von VIF2012.

Weiterführende Informationen sowie den Ergebnisbericht finden Sie im Infonetz der FFG.

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