Forschungsforum "Mobilität für Alle"

6. Dezember 2018
Austria Trend Hotel Savoyen Vienna, Rennweg 16, 1030 Wien

Informiert und diskutiert wird rund um das Thema "Mobilität und nachhaltige urbane Nachbarschaftsentwicklung - Transformation des öffentlichen Raums in Orte erhöhter Lebensqualität"

Veranstalter

BMVIT - Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Rückblick & Vortragsunterlagen

Das Forschungsforum „Mobilität für Alle", welches heuer dem Thema „Mobilität und nachhaltige urbane Nachbarschaftsentwicklung" gewidmet war, machte deutlich, dass es neuer Konzepte zur Planung, Entwicklung, Bewusstseinsbildung und Gestaltung bedarf, damit wir unsere derzeit von Kfz-dominierten Stadtgebiete wieder in Orte hoher Lebensqualität umwandeln können.

Die drei Hauptvorträge des Vormittags stellten klar: nachhaltige, „smarte" Städte der Zukunft müssen sich an den Bedürfnissen ihrer NutzerInnen orientieren und müssen für alle Nutzergruppen lebenswert sein. Dabei sollte das Augenmerk besonders auf Gruppen gelegt werden, die bei der derzeitigen Stadtentwicklung oft vergessen werden: Kinder, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen. Um dies zu ermöglichen, sollte die „kompakte Stadt der kurzen Wege" ein Leitbild sein, in der die Qualität der öffentlichen Räume eine zentrale Rolle spielt. Die zukunftsweisende Umgestaltung des öffentlichen Raums benötigt dazu innovative Instrumente und durchaus auch kreative und plakative Methoden, die aufzeigen, dass die derzeit fast ausschließlich Kfz-orientierte Flächenzuteilung nicht das „Normale" bleiben muss.

Ausschließlich weibliche Expertinnen präsentierten nach der Mittagspause eine Vielzahl solcher innovativen Strategien, die in Wien, Zürich, Meran und München schon jetzt Stadträume zu Lebensräumen machen. So haben die BewohnerInnen Wiens beispielsweise allein im Jahr 2018 schon 74 „Grätzl-Oasen" errichtet, seit 2015 sind es insgesamt 205. Das Programm Grätzl-Oase ermöglicht es den Wienerinnen und Wienern, sich für die vielfältige und kreative Nutzung der Freiräume Wiens zu engagieren. In der „Wiener Spiel!straße" gilt Vorrang für spielende Kinder. In 10 Bezirken Wiens gibt es derzeit Spielstraßen mit 57 Aktivitäten allein im Jahr 2018.

Durch das Projekt Metamorphosis haben wir gelernt, dass der öffentliche Raum eine wichtige soziale Funktion ausübt, in dem das Experimentieren nicht nur erwünscht, sondern auch wichtig ist. Dabei wird der öffentliche Raum mit den Augen eines Kindes betrachtet, und die umfassende Einbeziehung von Kindern hat einen positiven Effekt auf die Entwicklung und Umsetzung kreativer und innovativer Ideen. So werden Kinder in den Planungs-, Umsetzungs-, Evaluierungs- und Verbreitungsprozess aktiv eingebunden, als: Radikale Fragensteller, Vermittler, Beurteiler, Motivatoren und Verbreiter.

Der letzte Themenblock des Tages widmete sich den Inhalten und Ergebnissen von drei durch das BMVIT finanzierten Forschungsprojekten. Im Projekt VR-Planning (Virtual Reality) konnte gezeigt werden, dass die Planung zukunftsweisender und nachhaltiger Straßenräume stets die Auslotung unterschiedlicher Interessen erfordert. Die im Projekt entwickelten Tools unterstützen dies. Mit dem aspern.mobil LAB entsteht in Aspern, der Seestadt Wiens, ein Raum, in dem BewohnerInnen, ForscherInnen, Stadtverwaltungen und Unternehmen gemeinsam einen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen urbanen Mobilität leisten können, und das Projekt Moble erforscht, welche standort- sowie zielgruppenadäquaten „smarten Sitzmöbel" Passanten am besten zum kurzen Verschnaufen und Verweilen im Straßenraum einladen.

Inhaltsbeschreibung

 Das Forschungsforum „Mobilität für Alle" fand heuer am 6. Dezember 2018
(09:30-17:00 Uhr) in Wien im AustriaTrend Hotel Savoyen Vienna (Rennweg 16, 1030 Wien) statt.

Informiert und diskutiert wird rund um das Thema „Mobilität und nachhaltige urbane Nachbarschaftsentwicklung - Transformation des öffentlichen Raums in Orte erhöhter Lebensqualität". Die Veranstaltung dient als Informations- und Diskussionsplattform für innovative Mobilitätsprojekte.

 

Zielpublikum

  • Österreichische Expertinnen und Experten zum Thema
  • am Thema interessierte Personen.

Teilnehmer-Information

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

 

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