NAHTRANSPORT – Entwicklung eines nichtmotorisierten Warentransport-Systems für die Nahversorgung

Im Projekt „Nahtransport“ wird ein System entwickelt, das einen nicht-motorisierten Transport von eingekauften Waren nach Hause bequem ermöglicht. Hauptziel ist Optimierung des letzten Wegstückes der Güter zum/zur Kunden/Kundin.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Durch ausufernde Verkehrs- und Siedlungsentwicklung sowie die Globalisierung der Wirtschaft sind in allen Teilen der Versorgungskette die Transportentfernungen und damit auch Energieverbrauch und Emissionen angewachsen. Ein wesentlicher Anteil davon entfällt auf die letzte Meile: Für einen Einkauf mit dem eigenen Auto wird rund 100 Mal mehr Treibstoff pro kg Ware und km verbraucht als für die Belieferung des Händlers mit einem LKW. Hier setzt das Projekt an, um angesichts der Herausforderungen durch begrenzte Ressourcen und den drohenden Klimawandel den Energieverbrauch und die Emissionen wieder zu verringern. Dabei sind kürzere Wege und effizientere Transportmittel entscheidend.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Systems für den nichtmotorisierten Transport eingekaufter Waren und geeigneter Komponenten zur Optimierung des letzten Wegstückes der Güter zum/zur Kunden/Kundin.

Methodische Vorgehensweise

Für dieses neue Nahtransportsystem sollen Konzepte für

  • innovative Produkte (Transportmitteltypen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen)
  • Verfahren (Organisation der Benützung) und
  • Dienstleistungen (Zustellung)

entwickelt werden.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf neuen Einkaufswagentypen, die auch für den Transport von Waren nach Hause geeignet sind. Für deren Benützung werden innovative, durch IT- Systeme unterstützte, organisatorische Methoden untersucht, die einen Kreislauf der Einkaufswagen zwischen Geschäftslokal und Wohnung sicherstellen (z.B. ein Verleihsystem). Dazu gehört eine entsprechende Infrastruktur (Abstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum und in Wohnhäusern).

Neue und verbesserte bestehende Produkte (Einkaufstrolleys, Rollatoren, Fahrradanhänger, Lastenräder usw.) und Dienstleistungen werden in das System integriert, damit für jeden Einkauf ein geeignetes Transportmittel verfügbar ist. Die Anforderungen an die Siedlungsstruktur für eine erfolgreiche Anwendung des Transportsystems werden ermittelt (z.B. auf kurzen Wegen erreichbare Nahversorger).

Nach einer Bedarfsanalyse werden

  • Anforderungsprofile erstellt
  • entsprechende Lösungsansätze (Konzepte) für die neuen Transportmitteltypen, ihre Benützung und ihre Einbindung in das Nahtransportsystem erarbeitet sowie
  • das Potenzial für deren Anwendung abgeschätzt.

Ergebnisse und Ausblick

Ein Transportsystem für Einkäufe zu entwickeln, das alle Menschen langfristig benützen können, als letzter Teil einer Transportkette, welche ihre Versorgung nachhaltig sichert.
Im Detail umfasst dies die Entwicklung eines:

  • Designkonzeptes für innovative Transportmitteltypen (insbesondere Einkaufswagen), zur Verbesserung einzelner Transportmittel (z.B. Lastenfahrräder)
  • Konzeptes für das Management des Systems und die Gestaltung der erforderlichen Infrastruktur sowie der Siedlungsstruktur.

Publikationen

Projektbeteiligte

  • Dipl.-Ing. Dr.techn. Harald Frey - TU Wien - Institut für Verkehrswissenschaften (Projektleitung)
  • Mag. Dr. Bernhard Rothbucher e.U. - aka buna design consult
  • Dr. Burkhard Stadlmann - FH O Forschungs-& Entwicklungs GmbH
  • Prof. Dr. Uwe Schubert - Institut für ökologische Stadtentwicklung

Kontaktadresse

TU Wien - Institut für Verkehrswissenschaften
Dipl.-Ing. Dr.techn. Harald Frey
Tel.: +43 (1) 58801-23117
E-Mail: harald.frey@tuwien.ac.at

Diese Seite teilen ...

zum Anfang