GüMoS - Nachhaltige Gütermobilität in Städten – Leitlinie für FTI Projekte

Das Thema Gütermobilität in Städten wird seit den 1980er Jahren mehr oder weniger intensiv behandelt und diskutiert. Während die ursprünglichen Ansätze der City Logistik die Transportkonsolidierung in Güterverkehrszentren (GVZ) sehr isoliert untersucht und propagiert haben, müssen Handlungsfelder von heute wesentlich breiter gesteckt werden. Im Rahmen dieser Studie wurde dieser Vorgabe Rechnung getragen.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Mittels einer Primärerhebung wurde die Güterverkehrssituation in österreichischen Städten exemplarisch erhoben. Dies erfolgt durch die Befragung und Erhebung bezüglich Projekt- und BetreiberInnensituation (durch den/die PraxispartnerIn) betreffend der städtischen Sichtweise zum Thema mit StädtevertreterInnen (durch die Unterstützung des Städtebundes).

Inhalte und Zielsetzungen

Konkret wurden dabei die:

Probleme bei der Verkehrsabwicklung im Allgemeinen spezifische Probleme im städtischen Güterverkehr Projekte zur Stadtlogistik und nachhaltigen Gütermobilität in Städten erhoben und nach deren Status (umgesetzt, angedacht, gefördert, fehlgeschlagen) differenziert sowie in weiterer Folge daraus erfolgsversprechende Umsetzungskriterien und notwendige Voraussetzungen für Stadtlogistik-Projekte im Ausblick abgeleitet.

Mit dem/der PraxispartnerIn und seinem branchenspezifischen Fokus konnten insbesondere die unterschiedlichen Branchenanforderungen sowie auch unterschiedlicher Distributionssysteme – vom Paketdienst bis zur Ladungsspedition – mit integriert werden.

Methodische Vorgehensweise

Basierend auf der eingangs entwickelten Methode und der multidimensionalen Analyse der Erhebungsergebnisse (qualitativ wie auch quantitativ) wurden perspektivische Vorgaben entwickelt. Darauf aufbauend wurden für die drei Dimensionen:„

  • BetreiberIn (wer) „
  • Projekt (was)
  • Stadt (wo)

in einem Querschnittsansatz Best Practices, Bewertungskriterien und Indikatoren (Benchmark, Maßeinheiten) abgeleitet und so je Bereich der Input für eine Balanced Scorecard des städtischen Güterverkehrs erarbeitet, die als methodische Basis für die Leitlinien fungierten. Diese Einzelbetrachtungen wurden in einem nächsten Schritt mit den Methoden der Balanced Scorecard und der Schnittstellenanalyse zusammengeführt und zu einem Gesamtbewertungsschema (Leitlinien) erweitert.

Die auf diese Weise erarbeiteten Leitlinien wurden schlussendlich gemeinsam mit abgeleiteten Handlungsoptionen und Empfehlungen in einem Handbuch integriert.

Ergebnisse und Ausblick

Das Handbuch samt Leitlinien, sowie das im Rahmen des Projekts entwickelte Bewertungstool, lassen eine Bewertung zukünftiger FTI-Projekte sowohl aus öffentlicher als auch privatwirtschaftlicher Sicht zu.

Dies ermöglicht die Beurteilung von FTI-Projekten zur Verbesserung der Stadtlogistik noch vor der eigentlichen Projektumsetzung und unterstützt somit Förderstellen, Städte und privatwirtschaftliche BetreiberInnen bei der Entscheidung für oder gegen angedachte Projekte und Projektideen.

Publikationen

Projektbeteiligte

Projektleitung

DI Norbert Sedlacek, Herry Consult GmbH

ProjektpartnerInnen

  • Mag. Jürgen Schrampf, Econsult Betriebsberatungsgesellschaft m.b.H.
  • Dr. Bartosz Piekarz, Schachinger Immobilien und Dienstleistungs GmbH & Co KG

Kontaktadresse

Herry Consult GmbH
DI. Norbert Sedlacek
Tel.: +43 (1) 504 1258-17
E-Mail: office@herry.at