AUTO-NOM - Analyse, Evaluierung und Anforderungen an innovative Anwendungen von autonomen Fahrzeugen aus verkehrspolitischer Sicht

Bei dem Forschungsprojekt AUTO-NOM wurden die Veränderung des Verkehrsverhaltens und die damit bedingten verkehrspolitisch relevanten Auswirkungen durch die vielfältigen Möglichkeiten des automatisierten Fahrens der Automatisierungsklassen 3 bis 5 laut SAE-Standard J3016 abgeschätzt. Schwerpunkt dieses Forschungsprojektes war es vor allem auch, die Wechselwirkungen zwischen Verkehrsverhalten, Infrastruktur und rechtlichem Rahmen zu identifizieren und die signifikanten Einflüsse in die Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen zu integrieren.

Kurzbeschreibung

Auf der Grundlage der Daten der Mobilitätserhebung Österreich Unterwegs 2013/2014 (bmvit 2017) wurden für die "Wohnbevölkerung von Österreich", für die "Wohnbevölkerung in Städten über 10.000 EW" und für die "Kfz-Verkehrsnachfrage auf Autobahnen und Schnellstraßen (A+S) in Österreich" die Veränderung des Verkehrsverhaltens (Wegehäufigkeit, Modalsplit, Verkehrsleistungen) und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen dargestellt. Dazu wurde das Verkehrsverhalten für "100% Szenarien" der einzelnen Automatisierungsklassen sowie für "Realszenarien" der Jahre 2030, 2035 und 2040 (aufbauend auf der zu erwartenden Durchdringung) ermittelt und mit dem bestehenden Verkehrsverhalten verglichen.

Ergebnisse

Das grundlegende Ergebnis zeigt, dass durch automatisiertes Fahren das Kfz-Verkehrsaufkommen tendenziell steigen wird und begleitende verkehrliche Maßnahmen notwendig sind, um die Vorteile des automatisierten Fahrens so nutzen zu können, dass damit auch zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in Österreich beigetragen werden kann.

Das Ergebnis des vorliegenden Forschungsprojektes bietet den verkehrspolitischen und gesetzlichen Entscheidungsträgern eine Grundlage und Orientierungshilfe, um notwendige begleitende Maßnahmen im verkehrspolitischen Interesse Österreichs und Europas zu entwickeln bzw. zu adaptieren. Damit kann ein gesamtwirtschaftlich optimierter Transformationsprozess eingeleitet werden.

Publikationen

Lesen Sie die Ergebnisse des Projekts im Detail:

Projektbeteiligte

Projektleitung

Sammer & Partner Ziviltechniker GmbH

Projektpartner

  • constitutional thinking beyond borders, Wien
  • TU-Graz, Institut für Straßen- und Verkehrswesen, Graz
  • Universität für Bodenkultur, Institut für Rechtswissenschaften, Wien
  • ZIS+P Verkehrsplanung, Graz