F&E Projekt RemiHub gewinnt den 1. Platz des internationalen Stadtwerke Zukunftspreis

Das F&E Projekt RemiHub gewinnt den Stadtwerke Zukunftspreis 2020 von Energie&Management. Die Freude bei den Gewinnern ist groß!

Der Stadtwerke Zukunftspreis 2020 zeichnet Stadtwerke mit Strategien und Projekte aus, bei denen Partnerschaften eine entscheidende Rolle zum Erfolg spielen. Das partnerschaftliche Miteinander kann sowohl darin bestehen, dass gemeinsam etwas Neues entwickelt, aber auch, dass etwas Vorhandenes neu entdeckt wird.

Partner können Stadtwerke untereinander, Branchenfremde, Start-ups, andere kommunale Unternehmen, Kommunen, etc. sein.

Bewertungskriterien waren dabei
• Citizen/Costumer Value sowie wirtschaftlicher Erfolg
• Übertragbarkeit auf andere Stadtwerke
• Nachhaltigkeit
• Leadership
• Kommunikation (Bürgerbeteiligung, Schnittstellen zum Partner,..).

Zu dem heurigen Thema „Mit Partnerschaften zum Erfolg" wurden Bewerbungen von rund 30 Unternehmen eingesandt. Es kamen insgesamt vier Projekte ins Finale und wurden prämiert, davon am meisten überzeugt hat die Jury jedoch das Mobilitätsprojekt „RemiHub" aus dem Bereich Energie & Management.

Das kooperative F&E-Projekt RemiHub wird im Rahmen des Forschungs-, Technologie- und Innovationsprogramms Mobilität der Zukunft im Themenfeld Gütermobilität durch das BMK gefördert. Es wurde erfolgreich in der 10. Ausschreibung im Ausschreibungsschwerpunkt „INFRASTRUKTURNUTZUNG & FLÄCHENMANAGEMENT" im Themenfeld Gütermobilität eingereicht.

Das Projektkonsortium besteht aus
• tbw research
• der TU Wien - Fachbereich für Verkehrssystemplanung
• den Wiener Linien
• Heavy Pedals

Kooperationspartner für den Testbetrieb sind DPD und FMS Frischelogistik als auch das - ebenfalls im Rahmen des FTI-Programms Mobilität der Zukunft vom BMK geförderte - Innovationslabor "thinkport VIENNA".

Die Grundidee des Forschungsprojekts RemiHub besteht darin, Flächen des Öffentlichen Verkehrs für Logistik-Aktivitäten im Sinne einer umweltschonenden Gütermobilität zugänglich zu machen.

Die wesentliche Innovation des Vorhabens ist die Verlagerung der vormals außerhalb der Stadt gelegenen Umschlagflächen an geeignete, am ÖV multimodal angebundene und geteilte genutzte Standorte im Stadtgebiet. Damit wird eine Verkürzung der Last Mile innerhalb der Logistikkette möglich, die dann mittels emissionsfreier Zustellfahrzeuge klimaneutral werden kann.

Die Stadt Wien bzw. das ÖV-System der Wiener Linien dient als Pilot- und Testumgebung. Insgesamt ist das Projekt auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt und läuft noch bis August 2021.

"Überzeugt hat die Jury dabei, dass hier Mobilität neu gedacht wurde", so Stefan Sagmeister, E&M-Chefredakteur. Neben der Zusammenarbeit (Partnerschaft) von verschiedenen Logistikern führt diese Art der Güterverteilung zu einer Reduzierung von Lärm und CO2 und zugleich zu einer optimalen Nutzung des knappen Flächenangebots in einer Stadt. Ein anderer Aspekt für die Jury war: "Das Projekt Remi-Hub bietet für die Wiener Linien die Möglichkeit, mit der Citylogistik einen neuen Markt zu erschließen."

 

Weitere Informationen unter:

Projektwebsite Remihub

RemiHub gewinnt Innovation in Politics Award

https://www.energie-und-management.de/nachrichten/alle/detail/stadtwerke-zukunftspreis-geht-nach-wien-140825