Terminal 4.0 - Verknüpfung von Datenquellen zur Entwicklung des Terminal 4.0

Umschlagprozesse von Terminals werden sich durch neue Technologien sowie Entwicklungen im Bereich der Logistik zunehmend verändern. Was bedeutet das für das Güterverkehrssystem?

Eine Umstellung bestehender multimodaler Umschlagterminals auf Logistik 4.0 wird notwendig: automatisierte Prozesse, digitale Kommunikation von Ladeeinheiten, Umschlaggeräten und Fahrzeugen.

Das Projekt Terminal 4.0 beschäftigte sich mit Entwicklungen im Rahmen von Logistik 4.0 und die dadurch notwendige Optimierung mit umfassenden Datenquellen bestehender Umschlagsprozesse.

Auf Basis von Datenerhebungen im Zuge von Interviews, Expertinnen Workshops mit Teminalbetreibern und einer Technologie Roadmap wurden Erfordernisse für die Automatisierung von Umschlagvorgängen abgeleitet. Weiters wurden Betriebsdaten aus dem Künz-Informations-System als Simulationsgrundlage zur Abbildung von Terminalprozessen verwendet. Im Zuge von Testsimulationen wurden diese für mehrere österreichische Terminalanlagen zur Ableitung von Optimierungspotenzialen verwendet. Die Ableitung des Ausbaukonzepts zur stufenweisen Automatisierung für multimodale Knoten wurde mithilfe eines Referenzmodells und begleitenden Simulationen entwickelt. Erforderliche Maßnahmen umfassen z.B. Sensorik, Organisation, Datenverarbeitung und –vernetzung, Flächenbedarf und Terminalmanagement sowie Strategien und Rückfallebenen.

Das Vorhaben leistet einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung neuer und Optimierung bestehender Prozesse im Terminalbetrieb und stellt eine wichtige Wissensplattform für die Weiterentwicklung in Richtung Internet of Things dar.

Die Betriebsdaten aus dem Künz-Informations-System stellen eine sehr zuverlässige neue Datengrundlage für die Bewertung von Terminalprozessen im Hinterland dar. Unter Verknüp-fung mit bereits bestehenden Datenquellen können damit gezielt Schwachstellen im Termi-nalbetrieb identifiziert und Verbesserungspotenziale abgeleitet werden. In Verbindung mit der vorhandenen Simulationstechnologie leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine reibungslosen Transportkette.

DI Daniel Elias, nast consulting ZT GmbH

Foto der zitierten Person DI Daniel Elias
DI Daniel Elias (Daniel Elias)