SozA

Soziale und organisatorische Auswirkungen zunehmender Automatisierung im österreichischen Güterverkehrssystem

Automatisiertes Fahren und teilautomatisierte Systeme werden sukzessive auf den Markt gebracht und eingesetzt. Die sozialen und organisatorischen Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung auf den Güterverkehr wurden bisher noch nicht untersucht.

In „SozA" wurden Automatisierungsszenarien bis 2045 formuliert und deren soziale sowie verkehrlich-organisatorische Auswirkungen dargestellt. Wesentliche Bestandteile der Überlegungen waren u.a. damit verbundene Chancen und Risiken, potentielle Verlagerungseffekte und Wechselwirkungen, die Rolle der Beschäftigten, der Stellenwert der Automatisierung für die Weiterentwicklung des Güterverkehrs sowie die notwendigen Rahmenbedingungen, damit verbundene Potentiale und treibende Kräfte der Automatisierung.

Technologisch wurden je Verkehrsträger mögliche Automatisierungsstufen untersucht. Auf sozialer/organisatorischer Seite wurde Altersstruktur und Qualifizierungsprofile der Beschäftigten analysiert und deren künftige Entwicklung in Österreich abgeschätzt. In einer Wirkungsanalyse wurden mögliche Veränderungen durch die Automatisierung von Teilkomponenten bzgl. Transportkosten, -zeit und -qualität mit relevanten Stakeholdern bewertet, woraus Handlungsempfehlungen erarbeitet wurden.

Wirkung

Als Ergebnis liegt eine Analyse von Chancen und Risiken, potenzieller Verlagerungseffekte und Wechselwirkungen, der Rolle der Beschäftigten, des Stellenwerts der Automatisierung für die Weiterentwicklung des Güterverkehrs sowie notwendiger Rahmenbedingungen, damit verbunder Potenziale und treibender Kräfte der Automatisierung vor.

Umsetzung

Die identifizierten FTI-Potenziale flossen in weitere gütermobilitäts- und bahnrelevante Ausschreibungsschwerpunkte in Mobilität der Zukunft ein. Zudem wurden die Ergebnisse in die Erarbeitung des Aktionspakets Automatisierte Mobilität 2019–2022 eingebracht.

Die Automatisierung von Teilen der Transportketten kann die Transportqualität steigern und die Kosten, speziell auf der Schiene, senken. Damit kann die Schiene als umweltfreundlicher Verkehrsträger gegenüber der Straße aufholen. Allerdings wird es auch Veränderungen der Tätigkeitsprofile von niedrig- zu hochqualifizierten Berufsbildern kommen. Auf diese Entwick-lung müssen wir schon jetzt durch die Anpassung der Ausbildungsprofile vorbereiten.

DI Jürgen Zajicek, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Jürgen Zajicek (AIT)